Gewerkschaften den Rücken stärken statt Lohn-Preis-Spiralen-Panikmache

„Die Zahlen zeigen deutlich, wie drastisch die Einkommenseinbußen in Folge der Pandemie und jetzt des Ukraine-Krieges real sind. Für diejenigen, die ohne den Schutz eines Tarifvertrages dastehen, sieht es sogar deutlich düsterer aus. Wenn zeitgleich auch noch die großen DAX-Konzerne Rekordgewinne einfahren und Rekordausschüttungen an ihre Aktionäre planen, läuft etwas verdammt schief in unserem Land. Die Verschärfung der sozialen Spaltung ist so jedenfalls programmiert”, erklärt Pascal Meiser, gewerkschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, zu der heute veröffentlichten vorläufigen Jahresbilanz des Tarifarchivs des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung. Meiser weiter:

„Die Bundesregierung muss dieses Problem endlich ernst nehmen und die Gewerkschaften unterstützen, jetzt einen echten und nachhaltigen Inflationsausgleich durchzusetzen, statt vor einer angeblichen Lohn-Preis-Spirale zu warnen, für die es aktuell keinerlei Belege gibt. In ihrem direkten Einflussbereich wie im Öffentlichen Dienst oder bei der Deutschen Post muss die Bundesregierung in den anstehenden Tarifverhandlungen mit gutem Beispiel vorangehen und der Forderung der Gewerkschaften nach Tariferhöhungen, die mindestens die Inflation ausgleichen, entgegenkommen.”